
15 Sep. Für wen lohnt sich eine Risikolebensversicherung?
Eine Risikolebensversicherung lohnt sich vor allem dann, wenn andere Menschen finanziell von Ihnen abhängig sind. Stirbt die versicherte Person, zahlt die Versicherung eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus. Wer keine Angehörigen absichern muss, braucht diesen Schutz in der Regel nicht. Die folgenden Fragen helfen Ihnen, Ihren persönlichen Bedarf einzuordnen.
Wer sollte eine Risikolebensversicherung abschließen?
Eine Risikolebensversicherung ist besonders relevant für Personen, die Angehörige finanziell absichern möchten. Dazu zählen vor allem Eltern mit minderjährigen Kindern, Paare mit gemeinsamem Immobilienkredit sowie Alleinverdiener in einer Familie. Stirbt die versicherte Person, sichert die Versicherungssumme den Lebensunterhalt der Hinterbliebenen.
Konkret lohnt sich eine Risikolebensversicherung besonders in diesen Lebenssituationen:
- Familien mit Kindern: Fällt ein Elternteil weg, müssen Miete, Lebenshaltungskosten und Ausbildung weiterhin finanzierbar bleiben.
- Paare mit gemeinsamem Immobilienkredit: Ohne das Einkommen des Partners kann die Kreditrate schnell zur Belastung werden. In einem solchen Fall könnte die Versicherungssumme die verbleibende Restschuld abdecken.
- Selbstständige und Unternehmer: Wer keine gesetzliche Hinterbliebenenrente aufgebaut hat, hinterlässt im Todesfall oft eine erhebliche Versorgungslücke.
- Alleinverdiener: Wenn ein Haushalt vollständig von einem Einkommen abhängt, ist der finanzielle Einbruch im Todesfall besonders gravierend.
Wer hingegen keine Angehörigen hat, die auf sein Einkommen angewiesen sind, und auch keine gemeinsamen Verbindlichkeiten trägt, benötigt diesen Schutz in der Regel nicht. Ob eine Risikolebensversicherung in Ihrer Situation sinnvoll ist, lässt sich am besten im persönlichen Gespräch klären.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung sein?
Als Faustregel gilt: Die Versicherungssumme sollte mindestens dem Drei- bis Fünffachen des Bruttojahreseinkommens der versicherten Person entsprechen. Dieser Richtwert ist jedoch nur ein Ausgangspunkt. Die tatsächlich sinnvolle Summe hängt von Ihrer individuellen Lebenssituation ab und sollte im Einzelfall geprüft werden.
Folgende Faktoren beeinflussen die Höhe der Versicherungssumme:
- Laufende Verbindlichkeiten: Ein bestehender Immobilienkredit sollte vollständig durch die Versicherungssumme abgedeckt sein, damit die Hinterbliebenen das Haus oder die Wohnung halten können.
- Anzahl und Alter der Kinder: Je jünger die Kinder, desto länger müssen Lebenshaltungskosten und Ausbildung finanziert werden.
- Eigenes Vermögen und bestehende Absicherungen: Vorhandene Ersparnisse oder Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung können die benötigte Summe reduzieren.
- Einkommenssituation des Partners: Verdient der Partner selbst gut, ist der Absicherungsbedarf geringer als bei einem Alleinverdienerhaushalt.
Viele Versicherungskonzepte sehen auch eine sogenannte annuitätisch fallende Versicherungssumme vor. Diese sinkt im Laufe der Zeit parallel zur Restschuld eines Kredits. Das kann sinnvoll sein, wenn der einzige Absicherungszweck die Tilgung eines Darlehens ist. Für die Absicherung von Familien mit Kindern ist hingegen oft eine konstante Summe die bessere Wahl.
Was kostet eine Risikolebensversicherung im Monat?
Die monatlichen Beiträge für eine Risikolebensversicherung variieren stark und lassen sich nicht pauschal angeben. Sie hängen von Alter, Gesundheitszustand, Beruf, Laufzeit und der gewählten Versicherungssumme ab. Als allgemeine Orientierung gilt: Junge, gesunde Personen zahlen deutlich weniger als ältere Antragsteller oder Personen mit Vorerkrankungen.
Die wichtigsten Faktoren, die den Beitrag beeinflussen:
- Alter bei Vertragsabschluss: Je früher Sie eine Risikolebensversicherung abschließen, desto günstiger ist in der Regel der Beitrag. Das Risiko für den Versicherer ist bei jungen Menschen statistisch geringer.
- Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können den Beitrag erhöhen oder zu Ausschlüssen führen.
- Beruf: Körperlich belastende Berufe gelten als risikoreicher und werden entsprechend eingestuft.
- Laufzeit: Eine längere Vertragslaufzeit bedeutet in der Regel einen höheren Monatsbeitrag.
- Versicherungssumme: Je höher die vereinbarte Auszahlung im Todesfall, desto mehr zahlen Sie monatlich.
Rauchen spielt ebenfalls eine Rolle: Raucher zahlen bei vielen Versicherern deutlich mehr als Nichtraucher. Wer seit mindestens zwölf Monaten nicht mehr raucht, gilt in der Regel als Nichtraucher. Ob das in Ihrem Fall zutrifft, ist im Einzelfall zu prüfen.
Was leistet eine Risikolebensversicherung und was nicht?
Eine Risikolebensversicherung leistet ausschließlich im Todesfall der versicherten Person: Die vereinbarte Summe wird dann einmalig an die benannten Begünstigten ausgezahlt. Sie ist kein Sparprodukt und baut kein Kapital auf. Wer den Vertrag kündigt oder die Laufzeit überlebt, erhält keine Rückzahlung.
Was die Risikolebensversicherung leistet
Die Kernleistung ist klar: Stirbt die versicherte Person während der Vertragslaufzeit, erhalten die Hinterbliebenen die vereinbarte Versicherungssumme. Diese kann frei verwendet werden, zum Beispiel zur Tilgung eines Kredits, zur Sicherung des Lebensunterhalts oder zur Finanzierung der Ausbildung der Kinder. Die Auszahlung erfolgt in der Regel als Einmalbetrag.
Was die Risikolebensversicherung nicht leistet
Wichtig zu wissen: Eine Risikolebensversicherung zahlt nicht bei Berufsunfähigkeit, schwerer Krankheit oder Pflegebedürftigkeit. Wer sich gegen den Verlust der Arbeitskraft absichern möchte, benötigt dafür separate Konzepte wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch eine Altersvorsorge ersetzt die Risikolebensversicherung nicht. Zudem gibt es bei manchen Verträgen Ausschlüsse, etwa bei Suizid in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss. Die genauen Bedingungen sind im Einzelfall zu prüfen.
Welche Gesundheitsfragen müssen bei der Risikolebensversicherung beantwortet werden?
Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung müssen Sie einen Gesundheitsfragebogen wahrheitsgemäß ausfüllen. Versicherer fragen in der Regel nach Erkrankungen, Operationen, Krankenhausaufenthalten und Medikamenten der letzten fünf bis zehn Jahre. Falsche oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass die Versicherung im Leistungsfall die Zahlung verweigert.
Typische Fragen betreffen:
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herzerkrankungen oder Bluthochdruck
- Psychische Erkrankungen oder Psychotherapien
- Krebserkrankungen oder Tumore in der Vorgeschichte
- Operationen und stationäre Krankenhausaufenthalte
- Aktuelle Medikamenteneinnahme
- Raucherstatus
Auch Hobbys mit erhöhtem Risiko, etwa Motorradfahren oder Extremsport, können abgefragt werden und den Beitrag beeinflussen. Wer unsicher ist, wie Vorerkrankungen bewertet werden, kann über einen unabhängigen Makler eine anonyme Risikovoranfrage stellen. Dabei prüft der Versicherer die Konditionen, ohne dass die Angaben in einer zentralen Datenbank gespeichert werden. Das schützt Ihre Versicherbarkeit bei anderen Anbietern.
Wann sollte man eine Risikolebensversicherung kündigen oder anpassen?
Eine Risikolebensversicherung sollte angepasst oder gekündigt werden, wenn sich Ihre Lebenssituation grundlegend verändert. Typische Anlässe sind das Ende eines Immobilienkredits, der Auszug der Kinder oder eine deutliche Verbesserung der finanziellen Situation. Wer den Schutz nicht mehr benötigt, zahlt sonst unnötig Beiträge für eine Absicherung ohne Gegenwert.
Wann eine Anpassung sinnvoll ist
Verändert sich Ihre Lebenssituation, kann es sinnvoll sein, die Versicherungssumme oder die Laufzeit anzupassen. Heiraten Sie, bekommen Sie Kinder oder nehmen Sie einen größeren Kredit auf, steigt Ihr Absicherungsbedarf. Manche Verträge enthalten eine sogenannte Nachversicherungsgarantie, die es erlaubt, die Summe ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Ob Ihr Vertrag diese Option enthält, ist im Einzelfall zu prüfen.
Wann eine Kündigung in Betracht kommt
Eine Kündigung ist dann überlegenswert, wenn der ursprüngliche Absicherungsgrund entfallen ist. Ist der Kredit abbezahlt, sind die Kinder finanziell unabhängig und besteht ausreichend Vermögen, brauchen Hinterbliebene keine Versicherungssumme mehr. Beachten Sie: Bei einer Kündigung erhalten Sie keine Rückzahlung der geleisteten Beiträge. Prüfen Sie daher vor einer Kündigung, ob eine Beitragsfreistellung oder eine Laufzeitverkürzung die bessere Alternative wäre.
Wie assekuron bei der Risikolebensversicherung unterstützt
Ob die Versicherungssumme stimmt, die Laufzeit zur Lebenssituation passt oder ein bestehender Vertrag noch zeitgemäß ist: Rund um die Risikolebensversicherung gibt es viele Fragen, die sich nur im persönlichen Gespräch sinnvoll beantworten lassen. Wir von assekuron begleiten Sie dabei als unabhängiger Versicherungsmakler.
- Unabhängige Marktübersicht: Wir greifen auf ein breites Netzwerk von Versicherern zurück und suchen das Konzept, das zu Ihrer Lebenssituation passt, nicht zu einem bestimmten Anbieter.
- Individuelle Bedarfsanalyse: In mehreren Gesprächen lernen wir Ihre persönlichen Ziele und Wünsche kennen, bevor wir ein Absicherungskonzept entwickeln.
- Anonyme Risikovoranfrage: Bei gesundheitlichen Fragen können wir für Sie eine anonyme Voranfrage stellen, damit Ihre Versicherbarkeit bei anderen Anbietern nicht beeinträchtigt wird.
- Begleitung im Leistungsfall: Sollte es darauf ankommen, übernehmen wir die Korrespondenz mit dem Versicherer und unterstützen Ihre Hinterbliebenen professionell.
Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre aktuelle Absicherung noch zu Ihrer Lebenssituation passt, nehmen Sie gern Kontakt auf.
Die Inhalte dieses Beitrags dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung dar, für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Empfehlung sprechen wir gern persönlich mit Ihnen.
Ähnliche Artikel
- Was passiert am Ende der Berufsunfähigkeitsversicherung?
- Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab 50 Jahren noch sinnvoll?
- Die 50-Prozent-Klausel bei der BU: Was steckt dahinter?
- Ist Burnout ein Grund für Berufsunfähigkeit?
- Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten sinnvoll?
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und kann Fehler enthalten.